"Ein absolut positives Votum"

EILSEN. Jetzt ist es in trockenen Tüchern: Der Buchholzer Hartmut Krause bewirbt sich mit Unterstützung der CDU als parteiloser Kandidat um das Amt des Eilser Samtgemeindebürgermeisters. Nachdem sich bereits der Vorstand des CDU-Samtgemeindeverbandes Eilsen dafür ausgesprochen hat (wir berichteten), haben nun auch deren dazu befragte Mitglieder zugestimmt: Von den Mitgliedern habe man „ein absolut positives Votum“ erhalten, berichtet Rolf Prasuhn, der stellvertretende Vorsitzende.

Demnach unterstützt die CDU Krauses Kandidatur nicht zuletzt wegen der großen Erfahrung, über die Krause wegen seines langjährigen kommunalpolitischen Engagements verfügt. Zur Erinnerung: Seit 1991 gehört der heute 55-Jährige dem Gemeinderat Buchholz und dem Samtgemeinderat Eilsen an, seit 2004 ist er sowohl Bürgermeister als auch Gemeindedirektor der Gemeinde Buchholz. Daneben war Krause 24 Jahre lang Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Eilsen.

„Mir liegt es sehr am Herzen, dass die Samtgemeinde Eilsen zukünftig motiviert und innovativ geleitet wird“, sagt Krause. Für die von ihm angestrebte hauptamtliche Leitung der Samtgemeinde Eilsen sieht er sich eigenen Worten nach gut gerüstet: Seit 17 Jahren habe er als Bürgermeister und Gemeindedirektor der Gemeinde Buchholz nicht nur die repräsentative Vertretung dieser Kommune, sondern „die vollständige Verantwortung für unsere Gemeindeverwaltung“ inne. In den anderen Mitgliedsgemeinden wird das Amt des Gemeindedirektors ihm zufolge dagegen von Bediensteten der Eilser Samtgemeindeverwaltung bekleidet.

Durch seine Tätigkeit als Gemeindedirektor habe er „tief greifende Einblicke in die Verwaltungsarbeit der Samtgemeinde“, betont Krause. So zählten etwa das Erstellen von Haushaltsplänen und das Verwalten des jeweiligen Gemeindehaushaltes, das Vorbereiten von Ausschreibungen und Beschaffungen sowie das Führen von Mitarbeitern zu seiner Tätigkeit.

Für seine Kandidatur hat Krause ein umfangreiches Wahlprogramm zusammengestellt. Ein Auszug: Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eine bedarfsgerechte und flexible Möglichkeit der Kinderbetreuung erforderlich, sagt er. Sollte der Bedarf für eine dritte Kindertagesstätte in der Samtgemeinde Eilsen bestehen, müsse man diese bauen. Ein Fortschritt wäre es ihm zufolge aber auch, wenn von anderen Anbietern zusätzliche Krippenplätze geschaffen würden. Schnellstmöglich realisiert werden müsse im Übrigen die Umgestaltung der Heeßer Grundschule in eine Ganztagsschule, wobei auch die Inklusion vorangetrieben werden müsse.

Zudem will Krause die Einwohnerschaft in wichtige Entscheidungen der Samtgemeinde stärker einbeziehen, so etwa durch regelmäßige Sprechstunden, die Einführung eines Beschwerdemanagements und die Nutzung von Social Media. „Gerade auch unsere jungen Mitbürger:innen sollen für die politische Arbeit vor Ort motiviert werden.“ Ferner will er die telefonische Erreichbarkeit der Samtgemeindeverwaltung, insbesondere auch für Notlagen, verbessern und die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung forcieren.

Außerdem zeigt sich Krause in seinem Wahlprogramm als Befürworter der Zusammenlegung des Samtgemeinde-Bauhofes mit dem Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen. Auch will er regelmäßig Gespräche mit den Verantwortlichen lokaler Gewerbebetriebe und Pflegeheime führen, um etwaige Probleme zu erkennen und, wenn möglich, Hilfestellungen anbieten zu können.

Auf Wunsch sollte laut Krause geprüft werden, ob in der Samtgemeinde ein den öffentlichen Linienbusverkehr ergänzendes Anrufbussystem eingeführt sollte; beziehungsweise ob im Umland bereits bestehende Anrufbussysteme auf die Samtgemeinde Eilsen erweitert werden sollten.

Überdies plädiert der 55-Jährige für eine sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien mit dem Ziel einer Energieautarkie kommunaler Gebäude („Das ist selbstverständlich heutzutage“). Ferner gelte es, den Kurortstatus der Gemeinde Bad Eilsen zu sichern und dafür zu sorgen, „dass unsere schöne Landschaft und Natur erhalten bleibt“. Zur Aufwertung des Landschaftsbildes und zur Förderung der Artenvielfalt insbesondere der Insekten möchte er eigener Aussage nach gerne entsprechende Projekte mit Umweltorganisationen realisieren; diese sollen unter anderem „blühende Wegränder und Feldsäume“ zur Folge haben.

Des Weiteren will er sich in regelmäßigen Gesprächen („nicht nur bei Jahreshauptversammlungen“) mit den Freiwilligen Feuerwehren, den Vereinen und der Kirche austauschen. Die Erstellung eines Baulücken-Katasters, das zu einer schnelleren Vermarktung von Grundstücken führen soll, hat er ebenfalls auf seiner Agenda. Wichtig ist seiner Meinung nach auch die Ansiedelung von „verträglichem Gewerbe“, das Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffe. Und nicht zuletzt sei der Bau von Mehrgenerationenhäusern wünschenswert.

Zu seiner Vita informiert der Buchholzer noch, dass er hauptberuflich beim Landkreis Schaumburg angestellt ist: seit 2013 als Einsatzsachbearbeiter in der Integrierten Regionalleitstelle Schaumburg/Nienburg, zuvor (ab 1987) war er Disponent in der damaligen Rettungsleitstelle.Unterstützt wird Krauses Kandidatur auch von der Wählergemeinschaft in Buchholz (WiB), die er 2006 mit gegründet hat und in der er sich seitdem als Vorstandsmitglied engagiert. Darüber hinaus zählt der parteilose Heeßer Kommunalpolitiker Gerhard Hasse, Mitglied des örtlichen Gemeinderates und im Samtgemeinderat der Gruppe CDU/Hasse angehörend, zu seinen Unterstützern.